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Digitale Atemschutzüberwachung am Fahrzeug-Tablet

Mit Lagestand läuft die digitale Atemschutzüberwachung am Fahrzeug-Tablet als Hilfsmittel für die Überwachung nach FwDV 7; solange Tablet und Einsatzleitung verbunden sind, sieht die Einsatzleitung live mit. Wer am Fahrzeug die Atemschutzüberwachung (ASÜ) führt, meldet jeden Trupp mit Anschlusszeit und Anfangsdruck an; das Tablet zählt im Zehn-Minuten-Takt bis zur nächsten Druckabfrage herunter und hebt überfällige Abfragen rot hervor. Anmeldung, Druckabfragen und Abmeldung stehen mit Uhrzeit im Einsatztagebuch und im Einsatzbericht.

Auf einen Blick Stand: 15.09.2026

  • Geführt am Fahrzeug-Tablet: im Browser auf dem iPad, einem anderen Tablet oder einem Handy, ohne App-Store.
  • Die Einsatzleitung liest mit: dieselbe Liste in ihrer Einsatzansicht, ohne Eingabemöglichkeit, solange Tablet und Einsatzleitung verbunden sind.
  • Anmelden in einem Schritt: Truppführer, bis zu zwei weitere Mitglieder und Anfangsdruck; die Anschlusszeit setzt das Tablet.
  • Druckabfrage im Zehn-Minuten-Takt mit Countdown und roter Überfällig-Warnung.
  • Dokumentiert: jede Aktion im Einsatztagebuch, je Trupp eine Zeile im Einsatzbericht.
  • Grenze: Gewarnt wird ohne Ton und nur am Bildschirm, solange die Atemschutzüberwachung angezeigt wird; der Takt ist fest eingestellt.

So läuft es ab

  1. Trupp anmelden. Am Fahrzeug-Tablet „Trupp anmelden“ wählen. Pflicht ist der Truppführer; bis zu zwei weitere Mitglieder und der Anfangsdruck in bar (vorbelegt mit 300) kommen dazu. Namen tippen Sie ein oder wählen sie aus Vorschlägen: Führt Ihr angebundenes Alarmierungssystem beim Personal die Funktion mit dem Kürzel „AGT“, schlagen die Namensfelder diese Atemschutzgeräteträger vor.
  2. Anschlusszeit festhalten. Der Knopf „Anschlusszeit JETZT — Trupp anmelden“ schließt die Anmeldung ab; die Uhrzeit dieses Klicks am Tablet ist die Anschlusszeit. Ab dann steht beim Trupp, wie viele Minuten seit dem Anschluss vergangen sind; ab 20 Minuten ist diese Anzeige rot hervorgehoben, als feste Marke zur Orientierung.
  3. Druck abfragen. Meldet der Trupp seinen Druck, tragen Sie den Wert in bar am Tablet ein. Beim Trupp stehen der Druckverlauf mit Uhrzeiten und ein Countdown bis zur nächsten Abfrage; jede Eintragung startet den Countdown neu.
  4. Überfällig-Warnung. Liegt die letzte Druckabfrage zehn Minuten zurück (vor der ersten zählt die Anmeldung), erscheint „Druckabfrage überfällig“ mit den Minuten seit der letzten Abfrage, und die Zeile des Trupps wird hellrot hinterlegt. Bei bestehender Verbindung sieht das auch die Einsatzleitung in ihrer Einsatzansicht.
  5. Rückweg im Blick. Solange der Trupp angemeldet ist, steht bei ihm der Merksatz, für den Rückweg die doppelte Luftmenge des Anmarschs einzuplanen. Restluftzeit, Luftverbrauch oder Rückzugsdruck berechnet Lagestand nicht.
  6. Trupp abmelden. Ist der Einsatz unter Atemschutz beendet, melden Sie den Trupp am Tablet ab (mit Rückfrage). Uhrzeit der Abmeldung und Dauer unter Atemschutz stehen danach beim Trupp.

Was sieht die Einsatzleitung?

In der Einsatzansicht der Einsatzleitung, etwa am Rechner im ELW, erscheint dieselbe Liste, solange Tablet und Einsatzleitung mit dem Server im Rechenzentrum verbunden sind: alle Trupps mit Mitgliedern, Minuten seit dem Anschluss, Druckverlauf, Countdown und Überfällig-Warnung. Der Bereich trägt den Vermerk „Pflege am Fahrzeug-iPad“; geführt wird die Überwachung am Fahrzeug.

In der Führungsansicht des Einsatzes zeigt eine Kennzahl, wie viele Atemschutzgeräteträger im Einsatz sind – laut Besatzungsmeldung der Fahrzeuge und der ohne Fahrzeug gemeldeten Kräfte, bei Fahrzeugen ohne Meldung laut hinterlegter Soll-Besatzung – und wie viele Trupps gerade unter Atemschutz stehen. Die Überfällig-Warnung steht nur in der Liste der Einsatzansicht.

Wer überwacht welche Trupps?

Die Liste der Trupps gehört zum Einsatz, nicht zu einem einzelnen Fahrzeug. Jedes Fahrzeug-Tablet, das dem Einsatz zugeordnet ist, sieht alle Trupps dieses Einsatzes und kann sie pflegen. Dasselbe gilt für Geräte des Führungsdienstes: Sie sehen alle laufenden Einsätze, auch ohne Zuordnung. Erkannt werden sie an der Kennung „0-…“ am Ende des Rufnamens, etwa „0-01“, nach dem Rufnamenschema im Landkreis Hersfeld-Rotenburg; für andere Schemata klären wir die Anpassung vor dem Angebot. Welches Tablet welche Trupps führt, regeln Sie in Ihrer Wehr, zum Beispiel je Abschnitt.

Nachbarwehren beteiligen sich per QR-Anmeldekarte an Ihrem Einsatz oder Ihrer Unwetterlage; in einer Unwetterlage sehen sie die ihrem Fahrzeug zugeteilten Aufträge und melden deren Stand selbst (braucht Netz). Im Einsatz erfasst Trupps von Gastfahrzeugen das Tablet des zuständigen Abschnittsleiters; im Gastzugang selbst gibt es keine Atemschutzüberwachung. Darauf weisen auch die Anmeldekarte und die Ansicht des Gastfahrzeugs hin.

Was landet im Einsatztagebuch und im Bericht?

Jede Aktion am Tablet wird zu einem Eintrag im Einsatztagebuch, mit Uhrzeit und Absender. Wie alle automatisch erzeugten Einträge lassen sie sich in der Ansicht ein- und ausblenden.

Der Einsatzbericht als PDF enthält einen eigenen Abschnitt zur Atemschutzüberwachung: je Trupp Mitglieder, Anschluss, Ende, Dauer und Druckverlauf mit Uhrzeiten. Ein Trupp, der nicht abgemeldet wurde, ist dort als „nicht abgemeldet“ markiert. So liegt das Atemschutzprotokoll mit dem Bericht vor. Weil der Bericht die Namen der Truppmitglieder enthält, lohnt ein Blick darauf, wer ihn erhält: Den Verteiler für den automatischen Versand beim Abschluss pflegen Sie selbst.

Was braucht Ihre Wehr dafür?

  • Ein Tablet oder Handy mit aktuellem Browser auf jedem Fahrzeug, das Trupps überwachen soll, angemeldet mit dem Fahrzeugkonto und seiner PIN.
  • Die Zuordnung des Fahrzeugs zum Einsatz: Das Tablet zeigt die Atemschutzüberwachung in den laufenden Einsätzen seines Fahrzeugs.
  • Internet am Tablet und bei der Einsatzleitung, damit die Einsatzleitung mitsieht.
  • Eine Absprache in Ihrer Wehr, welches Tablet welche Trupps führt, dass dort die Fahrzeug-Ansicht mit der Atemschutzüberwachung auf dem Bildschirm bleibt, nicht Lagekarte oder Führungsansicht, und wie Sie weiterarbeiten, wenn ein Tablet ausfällt.

Was die Atemschutzüberwachung am Tablet nicht kann

  • Gewarnt wird nur am Bildschirm, farbig und mit Text, und nur, solange die Atemschutzüberwachung auf dem Bildschirm zu sehen und der Bildschirm an ist. Am Tablet steht sie in der Fahrzeug-Ansicht unter dem Einsatz; öffnet die Besatzung dort Lagekarte oder Führungsansicht, ist die Warnung nicht zu sehen. Einen Warnton, eine Benachrichtigung oder ein Aufwecken des gesperrten Bildschirms gibt es nicht.
  • Erfasst wird nur am Fahrzeug-Tablet: Die Einsatzleitung kann weder Trupps anmelden noch Druckabfragen eintragen. Die Anschlusszeit ist der Moment der Anmeldung; nachträglich eintragen oder korrigieren lässt sich nichts.
  • Aktuell ist die Ansicht der Einsatzleitung nur, solange Tablet und Einsatzleitung mit dem Server im Rechenzentrum verbunden sind. Ob ein Tablet gerade keine Verbindung hat, zeigt ihr die Atemschutzüberwachung nicht an.
  • Der Takt der Druckabfrage ist fest auf zehn Minuten eingestellt, die rote Marke fest auf 20 Minuten nach dem Anschluss; beides richtet sich nicht nach der zu erwartenden Einsatzzeit des Geräts.
  • Ohne Internet arbeitet jedes Fahrzeug-Tablet für sich und gleicht erst wieder ab, wenn es Netz hat; untereinander abgleichen können dann nur Windows-Rechner im selben örtlichen Netz.

Weitere Einschränkungen nennt die Vertragsanlage „Bekannte Einschränkungen“, die Sie vor Vertragsschluss erhalten; die wichtigsten stehen unter Technik und Betrieb.

Häufige Fragen zur digitalen Atemschutzüberwachung

Wer führt die Atemschutzüberwachung: das Fahrzeug-Tablet oder die Einsatzleitung?

Das Fahrzeug-Tablet. Dort werden Trupps angemeldet, Druckabfragen eingetragen und Trupps abgemeldet. Die Einsatzleitung sieht in ihrer Einsatzansicht dieselbe Liste mit allen Zeiten und Warnungen, solange beide Geräte verbunden sind, trägt aber nichts ein.

Ersetzt die digitale Atemschutzüberwachung die Überwachungstafel?

Nein. Lagestand unterstützt die Atemschutzüberwachung am Tablet; Verfahren und Verantwortung bleiben bei Ihrer Wehr. Fällt das Tablet aus, braucht Ihre Wehr einen eigenen Rückfallweg, zum Beispiel Ihre bisherige Tafel; eine Papiervorlage für die Atemschutzüberwachung liefert Lagestand nicht mit.

Gibt es die Atemschutzüberwachung als App für das iPad?

Lagestand ist eine Web-App: Sie läuft im Browser des iPads, eines anderen Tablets oder eines Handys; eine Installation aus dem App-Store ist nicht nötig. Jedes Fahrzeug meldet sich mit einem eigenen Konto und einer PIN an, und die Anwendung lässt sich als Symbol auf den Home-Bildschirm legen.

Was passiert, wenn das Tablet keine Verbindung hat?

Das Tablet führt die Überwachung für sich weiter: Zeiten, Countdown und Warnungen laufen am Gerät. Die Einsatzleitung sieht neue Einträge erst, wenn Tablet und Einsatzleitung wieder mit dem Server im Rechenzentrum verbunden sind; ein Rechner vor Ort ersetzt diese Verbindung nicht. Bis dahin kann bei ihr eine Druckabfrage als überfällig erscheinen, die am Tablet schon eingetragen ist.

Lässt sich der Takt der Druckabfrage an unsere Regeln anpassen?

Nein. Der Countdown ist fest auf zehn Minuten eingestellt und gilt für alle Trupps. Zusätzliche Druckabfragen lassen sich jederzeit eintragen; jede Eintragung startet den Zehn-Minuten-Countdown neu. Welche Abfragen Ihre Wehr vorsieht, regeln Ihr Verfahren und Ihre Ausbildung.

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Die Vorführung dauert rund 45 Minuten.

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