Gerätewart-Software für die Feuerwehr: Prüffristen und Technik im Blick
Lagestand hat einen eigenen Bereich für Gerätewarte: Die Prüf- und Wartungsfristen der Fahrzeuge und der eigenen Technik stehen in einer gemeinsamen Liste, daneben der Bestand jeder Ortsteilwehr mit Standort, Packliste und Zustand, und ein QR-Scan ruft ein Gerät über seine Ident-Nummer auf. Weil derselbe Bestand in der Einsatzführung steckt, lassen sich Geräte, die außer Dienst sind, im Einsatz nicht anfordern. Der Gerätewart-Bereich ist Teil der Einsatzführungssoftware Lagestand.
Auf einen Blick Stand: 12.09.2026
- Prüffristen für Fahrzeuge und eigene Technik, eine Zeile je Frist – etwa HU, SP, Pumpenprüfung und Beladung nebeneinander
- Nächste Fälligkeit aus letzter Durchführung und Intervall in Monaten, Ampel mit 30 Tagen Vorlauf
- Bestand je Standort mit Packliste, Ident-Nummer, Zustand und Betriebsstunden
- QR-Aufkleber oder Hand-Scanner rufen ein Gerät direkt auf
- Geräte, die außer Dienst sind, lassen sich im Einsatz nicht anfordern
- Alle Module ohne Aufpreis je Fahrzeug, Gerät oder Benutzer; Zusatzleistungen nach Angebot.
- Grenze: Lagestand erinnert nicht per E-Mail; fällige Fristen zeigt es im Gerätewart-Bereich, auf der Übersicht und in der PDF-Liste
So arbeitet der Gerätewart mit Lagestand
- Bestand erfassen: Träger wie Rollwagen und Anhänger und die Geräte darauf, an den Standorten, die die Administration angelegt hat; für viele Geräte gibt es die Excel-Vorlage, die bei der Einrichtung eingelesen wird.
- Fristen anlegen: je Fahrzeug und Gerät die Prüfarten mit letzter Durchführung und Intervall.
- Ampel im Blick: Überfälliges und in 30 Tagen Fälliges steht oben; Administration, Wehrführung und Ortsteilwehren sehen es zusätzlich als Hinweis auf ihrer Übersicht.
- Abhaken: nach der Prüfung mit Datum und Prüfer, am Gerät auch per QR-Scan; die nächste Fälligkeit rechnet Lagestand weiter.
- Zustand setzen: Ein defektes Gerät steht auf „außer Dienst“ und lässt sich im Einsatz nicht anfordern.
Prüffristen für Fahrzeuge und Technik
Jede Frist ist eine eigene Zeile: Ein Löschfahrzeug hat HU, SP, Inspektion und Pumpenprüfung nebeneinander, ein hydraulisches Rettungsgerät seine eigene Prüfung. Die Prüfart wählen Sie aus Vorschlägen – für Fahrzeuge etwa HU, SP, UVV-/DGUV-Prüfung, Feuerlöschkreiselpumpe, Drehleiter oder Ladekran, für Technik etwa DGUV V3, Leiter-, Schlauch- und Atemschutzgeräteprüfung oder Kalibrierung – oder Sie tragen eine eigene ein. Die Fahrzeuge kommen aus Ihrer Fahrzeugliste, mit Feuersoftware-Anbindung (nur lesend) von dort, sonst von Hand angelegt; verknüpft wird über den Funkrufnamen.
Aus der letzten Durchführung und dem Intervall in Monaten rechnet Lagestand die nächste Fälligkeit; ein fest eingetragenes Datum hat Vorrang. Eine Ampel zeigt, was überfällig ist (rot), was in den nächsten 30 Tagen fällig wird (gelb), was in Ordnung ist (grün) und wo ein Datum fehlt (grau), jeweils mit „seit“ oder „in“ so und so vielen Tagen. Grüne Zeilen blenden Sie nach Zeitraum ein oder aus; Überfälliges und Fristen ohne Datum stehen immer da.
Ist eine Prüfung erledigt, haken Sie sie mit Datum, Prüfer oder Werkstatt und Bemerkung ab. Lagestand übernimmt das Datum als letzte Durchführung und rechnet die nächste Fälligkeit aus dem Intervall weiter. Jede Änderung trägt den Namen des angemeldeten Kontos; wer abgehakt hat, steht damit im Ereignisprotokoll und im Prüfverlauf, den Sie je Frist aufklappen: Datum, Prüfer, Bemerkung und wer wann abgehakt hat. Das Feld „Nachweis“ nimmt einen Verweis auf Ordner oder Aktenzeichen auf. Für Fahrzeuge lässt sich zu einer Frist eine Werkstattzeit „außer Dienst von … bis“ eintragen.
Eine Fristen- und Bestandsliste als PDF erzeugen Administrator, Gerätewart und die Wehrführung der Stadt gesamt oder je Standort, die Wehrführung einer Ortsteilwehr für ihren Standort: zuerst Überfälliges, dann in den nächsten 30 Tagen Fälliges, Fristen ohne Datum und alles in Ordnung, danach der Prüfverlauf und der Bestand je Standort.
Die eigene Technik der Ortsteilwehren
Rollwagen, Anhänger, Abrollbehälter, Gitterboxen und die Sonderausrüstung der Ortsteilwehren führen Sie als eigene Einsatzmittel. Was auf einem Träger liegt, ordnen Sie ihm zu; daraus entsteht die Packliste. Je Eintrag hinterlegen Sie Standort und Lagerort, Kategorie, Menge, Leistungsdaten, Zubehör, Transport oder Zugfahrzeug, Alarmschleife, Bereitstellungszeit und bei Aggregaten Tank und Verbrauch, aus denen Lagestand die Standzeit rechnet. Dazu kommen die Angaben des Gerätewarts: Ident-Nummer, Hersteller und Typ, Inbetriebnahme, Betriebsstunden mit Datum und der Zustand „einsatzbereit“, „eingeschränkt“ oder „außer Dienst“ mit Grund. Pflegt jemand später den Katalog, bleibt ein gesetztes „außer Dienst“ erhalten.
Die Standorte, also die Gerätehäuser, legt die Administration mit Adresse und Ansprechpartnern an. Im Einsatz stehen diese Ansprechpartner mit Wählknopf im Datenblatt des Geräts, für alle, die den Katalog sehen, auch auf den Fahrzeug-Tablets; tragen Sie dort deshalb dienstliche Nummern ein.
Ein Gerät per QR-Code aufrufen
Klebt die Ident-Nummer als QR-Code am Gerät, liest der Gerätewart sie im Gerätewart-Bereich mit der Kamera von Tablet oder Handy oder mit einem Hand-Scanner; eintippen geht auch. Dann erscheinen Datenblatt, Fristen und Zustand des Geräts: Eine Frist lässt sich gleich auf heute abhaken, der Zustand gleich setzen. Ist die Nummer noch unbekannt, bietet Lagestand an, sie einem Gerät zuzuordnen. Das Kamerabild wertet der Browser auf dem Gerät aus; Bilder werden nicht übertragen. Die Aufkleber selbst erzeugt Lagestand nicht.
Was davon im Einsatz ankommt
Der Bestand des Gerätewarts ist derselbe, mit dem die Einsatzleitung arbeitet:
- Außer Dienst heißt nicht verfügbar. Ein Gerät mit diesem Zustand lässt sich im Einsatz nicht anfordern, und Vorschläge lassen es weg. Bei „eingeschränkt“ steht ein Hinweis; anfordern bleibt möglich.
- Werkstattzeit als Hinweis. Vom Tag „außer Dienst von“ bis zum Ende einer Werkstattzeit, die für ein Fahrzeug eingetragen ist, steht bei der Fahrzeugauswahl nach Standort ein Hinweis wie „⚠ HU (Hauptuntersuchung) bis 30.09.2026“; in der Suche nach dem Funkrufnamen fehlt er. Er sperrt nichts.
- Vorschläge zum Stichwort. Sind an einem Träger oder frei stehenden Gerät Einsatzstichworte gepflegt, etwa „Waldbrand“ oder „Hochwasser“, schlägt Lagestand es beim Anfordern vor, sobald eines davon im Stichwort, Namen oder Sachverhalt des Einsatzes bzw. der Unwetterlage steht. Stichworte unter vier Zeichen wie „THL“ zählen nicht; was auf einem Träger liegt, kommt mit dem Träger.
- Anfordern mit fertigem Funktext. Beim Anfordern entsteht ein Text für die Leitstelle mit Gerät, Standort, Transport, Alarmschleife und Bereitstellungszeit; alarmieren muss die Leitstelle. Das Gerät läuft danach in der Anforderungsliste mit Fristenuhr mit, bis es vor Ort ist.
- Datenblatt und Bericht. Im Einsatz zeigt das Datenblatt Beschreibung, Kennwerte, Packliste, Standzeit und Ansprechpartner; die Fahrzeug-Tablets können den Katalog nachschlagen. Im Einsatzbericht steht die eingesetzte eigene Technik.
Wer was darf
Den Gerätewart-Bereich nutzen der Gerätewart für alle Standorte und die Führung einer Ortsteilwehr – in Lagestand die Rolle „Wehrführer“ – für ihren Standort. Die Wehrführung der Stadt (Rolle „Leitung“) pflegt Technik und Fristen aller Standorte und führt zugleich Einsätze. Ein Gerätewart-Zugang zeigt nur diesen Bereich. Technik, Zustand und Fristen ändern diese Zugänge, die Ortsteilwehr nur für ihren Standort. Der Server prüft dabei den Standort, der am Gerät bzw. an der Frist eingetragen ist, nicht den des Fahrzeugs; tragen Sie deshalb an jeder Frist einen Standort ein. Eine Leseschranke ist das nicht: Auch diese Geräte halten eine Kopie des Datenbestands Ihres Systems. Standorte und Grundeinstellungen bleiben der Administration vorbehalten.
Ersterfassung
Für viele Geräte auf einmal gibt es eine Excel-Vorlage mit den Blättern Standorte, Einsatzmittel und Prüfungen; sie wird bei der Einrichtung eingelesen. Die grauen Gerätewart-Spalten übernimmt der Import nicht: Ident-Nummer, Hersteller und Typ, Inbetriebnahme, Zustand, Betriebsstunden und interne Bemerkung. Die tragen Sie danach in Lagestand ein, die Ident-Nummer am schnellsten über den QR-Scan.
Grenzen
- Lagestand erinnert nicht per E-Mail oder Push-Nachricht. Fällige Fristen sehen Sie im Gerätewart-Bereich, als Hinweis auf der Übersicht und in der PDF-Liste.
- Überfällige Fristen sperren weder Fahrzeug noch Gerät. Im Einsatz wirken nur der Zustand eines Geräts und Werkstattzeiten an Fahrzeug-Fristen: „außer Dienst“ sperrt, bei „eingeschränkt“ und bei einer Werkstattzeit steht nur ein Hinweis. Eine Werkstattzeit an der Frist eines Geräts bleibt im Einsatz ohne Wirkung.
- Fahrzeuge haben keinen eigenen Zustand, nur Fristen mit Werkstattzeit; ändert sich ein Funkrufname, hängen seine Fristen nicht mehr am Fahrzeug.
- Intervalle rechnen in Monaten, nicht nach Betriebsstunden, und der Vorlauf der Ampel liegt fest bei 30 Tagen. Ohne Intervall tragen Sie die nächste Fälligkeit nach dem Abhaken selbst ein.
- Prüfprotokolle lassen sich nicht als Datei anhängen; der Prüfverlauf zeigt Datum, Prüfer und Bemerkung jeder Durchführung.
- Als Tabelle für Excel lässt sich die Prüfliste nicht ausgeben, nur als PDF-Liste.
- Gescannt wird im Gerätewart-Bereich, nicht im Einsatz.
- Lagestand rechnet mit den eingetragenen Werten und ersetzt keine fachliche Prüfplanung.
Häufige Fragen zur Gerätewart-Software
Erinnert Lagestand an fällige Prüfungen?
Nicht per E-Mail oder Push-Nachricht. Der Gerätewart sieht Überfälliges und bald Fälliges im Gerätewart-Bereich mit Ampel und Zählern; Administration, Wehrführung und Ortsteilwehren sehen es zusätzlich als Hinweis auf der Übersicht, die Ortsteilwehr für ihren Standort. Dazu kommt die PDF-Liste; die Ortsteilwehr erzeugt sie für ihren Standort.
Lassen sich Prüfprotokolle ablegen?
Nicht als Datei. Zu jeder Frist gibt es das Feld „Nachweis“ für den Verweis auf Ordner oder Aktenzeichen. Datum, Prüfer und Bemerkung jeder Durchführung stehen im Prüfverlauf der Frist und in der PDF-Liste.
Welche Geräte braucht der Gerätewart?
Ein Tablet, Handy oder Rechner mit aktuellem Browser genügt; eine App aus dem App-Store ist nicht nötig. Für den QR-Scan braucht es eine Kamera oder einen Hand-Scanner, die Nummer lässt sich aber auch eintippen.
Was kostet der Gerätewart-Bereich?
Lagestand wird als Jahreslizenz je Kommune angeboten: alle Module, ohne Aufpreis je Fahrzeug, Gerät oder Benutzer. Den Preis nennen wir Ihnen im Angebot; Zusatzleistungen nach Angebot.
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