Software für den Einsatzleitwagen (ELW) der Feuerwehr
Lagestand ist eine Software für den Einsatzleitwagen (ELW) der Feuerwehr – auch Einsatzleitsoftware oder Führungsunterstützung genannt. Am Rechner im ELW führt die Einsatzleitung Einsatztagebuch, Kräfte, Abschnitte mit Organigramm und Funkskizze, Lagekarte und Anforderungen; den Einsatzbericht erzeugen Sie als PDF. Die Fahrzeuge liefern über ihre Tablets Lagemeldungen und Fotos zu – immer über den Server im Rechenzentrum, also mit Internet.
Auf einen Blick Stand: 15.09.2026
- Einsatztagebuch mit Uhrzeit und Urheberangabe je Eintrag, auf Wunsch im eigenen Fenster auf dem zweiten Bildschirm
- Kräfteübersicht mit Besatzung und Stärke; mit Feuersoftware auch die Atemschutzgeräteträger aus dem Personalstamm
- Abschnitte, Bereitstellungsraum, Organigramm und Funkskizze – am Bildschirm und im PDF-Bericht
- Anforderungsliste mit Fristenuhr für eigene und fremde Technik: für eigene mit fertigem Funktext für die Leitstelle, für fremde mit Kosten Dritter im Bericht
- Als eigener Knoten arbeitet der ELW-Rechner auch bei Internetausfall weiter und erstellt den Bericht selbst
- Grenze: Ohne Internet erreichen den ELW weder neue Meldungen der Fahrzeug-Tablets noch Einsätze und Fahrzeugstatus aus Feuersoftware, und der Lagekarte fehlt der Kartenhintergrund
So läuft ein Einsatz im ELW ab
- Alarm: Nutzen Sie Feuersoftware, legt Lagestand den Einsatz mit Stichwort, Adresse und Meldebild selbst an (Anbindung nur lesend). Ohne Anbindung legen Sie ihn von Hand an.
- Fahrzeuge: Mit Feuersoftware treten die Fahrzeuge Ihrer Kommune über Status 3 oder 4 automatisch dem laufenden Einsatz bei; wo das heute eingerichtet ist, steht unter Grenzen. Laufen mehrere Einsätze oder Lagen gleichzeitig, prüfen Sie die Zuordnung; Fahrzeuge anderer Kommunen schlägt Lagestand der Einsatzleitung nur vor. Die Besatzung erfasst der ELW oder das Fahrzeug-Tablet als Sitzplatzliste mit Stärke.
- Führungsstruktur: Die Einsatzleitung bildet Abschnitte und einen Bereitstellungsraum, ordnet Fahrzeuge zu und hält Funkgruppen fest. Daraus entstehen Organigramm und Funkskizze.
- Lage führen: Funksprüche und Lagemeldungen gehen ins Einsatztagebuch, Nachforderungen in die Anforderungsliste. Die Fahrzeuge melden über ihre Tablets zu.
- Abschluss: Den Einsatzbericht erzeugen Sie jederzeit als PDF, bei offenem Einsatz als Zwischenbericht gekennzeichnet: mit Einsatzdaten, Organigramm, Funkskizze, Kräften, Atemschutz-Aufzeichnung, Anforderungen und vollständigem Einsatztagebuch. Ist ein Verteiler hinterlegt, geht er beim Abschluss eines echten Einsatzes automatisch per E-Mail dorthin; für Übungen verschickt das System nichts.
Was die ELW-Software am Arbeitsplatz leistet
Im ELW laufen Funk, Meldungen der Fahrzeuge und Nachforderungen zusammen. Lagestand bündelt sie in einer Oberfläche, die Einsatzleiter und Führungsassistent gemeinsam nutzen können.
Einsatztagebuch
Jeder Eintrag bekommt die Uhrzeit des erfassenden Geräts und eine Urheberangabe, getippte Einträge zusätzlich eine Kategorie: Funkspruch, Lagemeldung, Schaden oder Notiz. Automatische Einträge wie Statuswechsel lassen sich ausblenden. Auf Knopfdruck läuft das Tagebuch in einem eigenen Fenster, zum Beispiel auf dem zweiten Bildschirm. Korrigiert jemand Adresse oder Stichwort, erscheint die Änderung hervorgehoben im Tagebuch; der alte Wert bleibt erhalten.
Kräfte und Atemschutzgeräteträger
Die Kräfteübersicht zeigt, wer alarmiert, ausgerückt und an der Einsatzstelle ist. Je Fahrzeug erfassen Sie die Besatzung als Sitzplatzliste mit Stärke (etwa 1/8 = 9). Mit Feuersoftware wählen Sie die Namen aus dem Personalstamm, und die Qualifikation Atemschutzgeräteträger wird vorbelegt und gezählt; ohne Anbindung fehlen Personalstamm und Vorbelegung. Vorbereitete Züge holen Sie mit einem Klick samt aller Fahrzeuge in den Einsatz.
Abschnitte, Organigramm, Funkskizze
Sie bauen die Führungsstruktur auf, bilden Abschnitte mit Leiter und Funkgruppe und ordnen Fahrzeuge zu. Der Bereitstellungsraum ist ein Abschnitt eigener Art: Nachrückende Fahrzeuge werden ihm zugeordnet und durch Umsetzen in einen anderen Abschnitt abgerufen. Organigramm und Funkskizze stehen am Bildschirm und im Bericht.
Anforderungen mit Fristenuhr
Alles Nachgeforderte steht in einer Liste, vom getippten „Bagger“ bis zur Technik aus Ihren Katalogen. Für jede Anforderung läuft eine Uhr bis „auf Anfahrt“ und bis „eingetroffen“; reißt eine Frist, wird die Zeile hervorgehoben. Für eigene Technik liefert Lagestand den fertigen Funktext für die Leitstelle. Alarmieren kann die Software selbst nicht. Mehr zu eigener Technik und Prüffristen und zu fremder Technik.
Lagekarte
Lagesymbole für Einsatzleitung, Abschnitte, Bereitstellungsraum und Sammelplatz, für Schäden und Gefahren, Wasserversorgung sowie Personen und Absperrung, dazu Linien mit Meter- und B-Schlauch-Angabe, Flächen und Kreise; der Lagefilm spielt die Entwicklung als Zeitachse ab. Was jemand einzeichnet, erscheint auf allen verbundenen Geräten. Dazu kommen Fahrzeugpositionen, sofern Ihr Alarmierungssystem sie liefert.
Wetter und Objektinformationen
Amtliche Warnungen des Deutschen Wetterdienstes für Ihr Gebiet erscheinen in der Übersicht als Hinweisband. Wind, Böen und Temperatur der eingestellten Messstation stehen im Einsatzkopf, das Niederschlagsradar liegt auf Wunsch über der Lagekarte. Zur Einsatzadresse zeigt die Software hinterlegte Objekthinweise und Feuerwehrpläne.
Dazu kommt ein Rufnummernverzeichnis mit Wählfunktion, das Sie selbst pflegen. Mehrere Lagen laufen parallel, etwa ein Einsatz während einer Unwetter- und Flächenlage. Wie Einträge im digitalen Einsatztagebuch nachvollziehbar protokolliert werden, steht auf einer eigenen Seite.
Fremde Technik: Katalog, Anforderung, Kosten Dritter
Für Technik, die Sie im Einsatz von Firmen, Landwirten oder Dienstleistern dazuholen – etwa einen Radlader, ein Wasserfass oder ein Stromaggregat –, führt Lagestand einen eigenen Katalog. Je Gerät stehen darin Firma, Bezeichnung, Kategorie, Leistungsdaten wie „Hubkraft: 5 t“, der Stundensatz mit Abrechnungstakt (je angefangene Stunde, je angefangene 15 Minuten oder minutengenau), Anfahrtspauschale, Mindeststunden und ein oder mehrere Ansprechpartner. Den Katalog pflegt die Administration.
Im Einsatz sucht die Einsatzleitung nach Firma, Gerät oder Leistungsdaten – „20000“ findet auch „20.000 l“ – und ruft den Ansprechpartner per Antippen der Nummer an; alarmieren oder benachrichtigen kann Lagestand die Firma nicht. Das angeforderte Gerät durchläuft angefordert, zugesagt, auf Anfahrt, vor Ort und abgerückt, jeweils mit Uhrzeit, und steht als fremde Technik in der Anforderungsliste: Ab der Anforderung läuft eine Frist von 5 Minuten bis zur Zusage, ab „auf Anfahrt“ eine von 15 Minuten bis zum Eintreffen. Wen Sie erreicht haben und was vereinbart ist, notieren Sie dazu. Läuft ein Gerät im Einsatz schon, bietet die Auswahl es kein zweites Mal an. Fordern es zwei Rechner an, bevor sie sich abgeglichen haben, markieren Liste und Bericht es als doppelt und rechnen die gemeinsame Zeit vor Ort einmal; entfernen Sie die überzählige Zeile, endet auch ihre Frist.
Aus der Zeit von „vor Ort“ bis „abgerückt“ – fehlt „abgerückt“, bis zum Einsatzende – rechnet Lagestand die Kosten nach Takt, Mindeststunden und Anfahrtspauschale, mit den Sätzen, die beim Anfordern im Katalog standen. Eine Notiz ändert keine Uhrzeit. Nehmen Sie einen Stand zurück, etwa weil „vor Ort“ zu früh gedrückt wurde, verfallen die Zeiten der späteren Schritte, und gerechnet wird ab dem nächsten „vor Ort“; prüfen Sie die Zeiten vor der Weitergabe des Berichts. Im Einsatzbericht stehen sie als eigener Block „Kosten Dritter“, getrennt vom Entwurf des Kostenersatzes für Ihre eigenen Fahrzeuge; ob und wie Sie sie weiterbelasten, prüfen Sie selbst. Fremde Technik gehört zum Einsatz oder zur Unwetterlage als Ganzes, nicht zu einzelnen Einsatzstellen, und Vorschläge zum Stichwort gibt es nur für die eigene Technik. Die Ansprechpartner stehen unverschlüsselt im System. Die Führungsansicht der Fahrzeug-Tablets nennt nur das Gerät, ohne Firma, Kontakt und Preis; eine Leseschranke ist das nicht, auch Tablets halten eine Kopie des Datenbestands.
Atemschutz: Wer überwacht, wer sieht mit?
Atemschutzüberwachung am Fahrzeug-Tablet als Hilfsmittel für die Überwachung nach FwDV 7; solange Tablet und Einsatzleitung verbunden sind, sieht die Einsatzleitung live mit.
Am Tablet des Fahrzeugs werden die Trupps mit Anschlusszeit angemeldet, und die Überwachung trägt dort den gemeldeten Druck ein. Ist eine Druckabfrage überfällig, wird der Trupp rot hervorgehoben; einen Warnton gibt es nicht. Im ELW können Sie Trupps weder anmelden noch Druckwerte eintragen. Reißt die Verbindung, zeigt der ELW den zuletzt übertragenen Stand; die Überwachung selbst läuft am Tablet weiter. Die Aufzeichnung geht ins Einsatztagebuch und in den Einsatzbericht. Mehr dazu: digitale Atemschutzüberwachung am Fahrzeug-Tablet.
Nachbarwehren beteiligen sich per QR-Anmeldekarte an Ihrem Einsatz oder Ihrer Unwetterlage; in einer Unwetterlage sehen sie die ihrem Fahrzeug zugeteilten Aufträge und melden deren Stand selbst (braucht Netz). Die Einsatzleitung nimmt jede Anmeldung einzeln auf. Im Einsatz erfasst Trupps von Gastfahrzeugen das Tablet des zuständigen Abschnittsleiters; im Gastzugang selbst gibt es keine Atemschutzüberwachung.
Der ELW-Rechner als eigener Knoten
Im Regelbetrieb arbeitet der ELW über das Internet mit dem Server im Rechenzentrum; so sehen Einsatzleitung, Gerätehaus und Fahrzeuge denselben Stand.
Rechner im Gerätehaus und im ELW lassen sich als eigene Knoten einrichten; stehen sie im selben örtlichen Netz, gleichen sie sich auch ohne Internet untereinander ab. Die Tablets der Fahrzeuge arbeiten immer mit dem Server im Rechenzentrum: Im Funkloch arbeiten sie für sich weiter und reichen ihre Einträge nach, sobald sie wieder Netz haben.
Eingerichtet wird der ELW-Rechner per USB-Stick. Das Installationspaket richtet heute bis zu vier Windows-Rechner als Knoten ein, etwa den ELW und drei Gerätehäuser; alle weiteren Standorte arbeiten im Browser über den Server im Rechenzentrum. Das Programm startet mit dem Rechner. Neue Programmstände lädt und prüft es selbst, installiert sie aber erst nach einem Klick bei Ihnen – auf diesem Rechner also nie ungefragt mitten im Einsatz. Ändern sich grundlegende Programmbausteine, zeigt der Rechner das an; dann spielen Sie ein neues Installationspaket per USB-Stick auf. Den Server im Rechenzentrum aktualisieren wir; mehr unter Technik und Betrieb.
Was geht im ELW ohne Internet?
Am eingerichteten ELW-Rechner laufen Einsatztagebuch, Kräfte, Abschnitte und Anforderungen weiter, und in der Lagekarte können Sie weiter zeichnen und messen; als Datei eingelesene Hydranten und Wasserentnahmestellen bleiben sichtbar, nur ohne Kartenhintergrund. Neue Einsätze und Fahrzeugstatus aus Feuersoftware kommen erst mit der Verbindung; bis dahin legen Sie Einsätze von Hand an. Den Einsatz aus Feuersoftware legt der Server im Rechenzentrum trotzdem an; mit Ihrem von Hand angelegten führt Lagestand ihn nicht zusammen, beide stehen danach nebeneinander. Den Einsatzbericht erstellt der ELW-Rechner selbst als PDF, notfalls als Druckansicht; per E-Mail verschickt ihn der Server, sobald die Verbindung zurück ist. Dann gleicht sich alles in beide Richtungen ab, und fehlende Fahrzeugzeiten tragen Sie von Hand nach.
Ein eigener Knoten ist keine Pflicht. Ohne ihn öffnen Sie Lagestand im ELW im Browser; bei einem Internetausfall arbeitet der Rechner dann wie ein Tablet mit seinem letzten Stand weiter. Den Bericht ohne Internet erstellt nur der eigene Knoten.
Grenzen
- Ohne Internet arbeitet jedes Fahrzeug-Tablet für sich und gleicht erst wieder ab, wenn es Netz hat; untereinander abgleichen können dann nur Windows-Rechner im selben örtlichen Netz.
- Einige Automatiken – der Beitritt der Fahrzeuge über den Funkstatus, automatisch angelegte Tablet-Konten, die Erkennung alarmierter Fahrzeuge und der Kostenersatz eigener Fahrzeuge – sind heute für die Kommunen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg eingerichtet. Für andere Regionen klären wir die Anpassung vor dem Angebot.
- Lagestand alarmiert nicht und ersetzt weder die Alarmierung über die Leitstelle noch den Sprechfunk.
- Der Server im Rechenzentrum ist ein einzelner Server ohne Ausfallverbund.
Weitere Einschränkungen nennt die Vertragsanlage „Bekannte Einschränkungen“, die Sie vor Vertragsschluss erhalten; die wichtigsten stehen unter Technik und Betrieb.
Häufige Fragen zur ELW-Software
Welche Hardware braucht der ELW für Lagestand?
Für den ELW genügt ein Windows-Rechner mit Chrome oder Edge; ein zweiter Bildschirm für das Einsatztagebuch ist möglich, aber keine Voraussetzung.
Keine Spezialhardware: Tablets und Handys mit aktuellem Browser genügen. Wer ohne Internet vor Ort weiterarbeiten will, richtet Windows-Rechner im Gerätehaus bzw. im ELW als eigene Knoten ein; die Fahrzeug-Tablets brauchen für den Abgleich immer Internet.
Passt Lagestand zum ELW 1 und zum ELW 2?
Lagestand setzt kein bestimmtes Fahrzeug voraus: Es läuft im Browser auf dem Rechner im Fahrzeug oder auf einem Tablet, und mehrere Rechner und Tablets können gleichzeitig im selben Einsatz arbeiten. Eine Stabsarbeit mit Sachgebieten (S1 bis S6), wie sie im ELW 2 üblich ist, bildet Lagestand nicht eigens ab.
Worin unterscheidet sich eine ELW-Software vom Einsatzleitsystem der Leitstelle?
Das Einsatzleitsystem der Leitstelle nimmt Notrufe an und alarmiert. Eine Einsatzleitsoftware im ELW setzt danach an: Sie hilft der Einsatzleitung an der Einsatzstelle, Lage, Kräfte und Maßnahmen zu führen und festzuhalten. Lagestand nimmt keine Notrufe an und alarmiert nicht.
Kommen die Alarmdaten automatisch in den ELW?
Ja, wenn Sie Feuersoftware Connect nutzen (nur lesend): Einsätze, Fahrzeugstatus und Personal kommen dann automatisch. Einige Automatiken – etwa der Beitritt der Fahrzeuge über den Funkstatus und die Erkennung der alarmierten Fahrzeuge – sind heute auf die Kommunen und das Alarmtext-Format im Landkreis Hersfeld-Rotenburg eingestellt; für andere Regionen klären wir die Anpassung vor dem Angebot. Andere Alarmierungssysteme auf Anfrage; Einsätze von Hand anlegen geht immer.
Einzelheiten stehen unter Anbindung an Feuersoftware Connect.
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Stand:
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Wir zeigen Ihnen Lagestand an einem realistischen Unwetter-Szenario mit Musterdaten – per Bildschirmfreigabe, nach Absprache auch vor Ort.
Die Vorführung dauert rund 45 Minuten.
Der Knopf öffnet Ihr E-Mail-Programm mit einem vorbereiteten Text. Sie entscheiden, was Sie ausfüllen und senden.